Erste Hinweise auf Privatdetekteien finden wir bereits im 19. Jahrhundert. Historisch betrachtet kann davon ausgegangen werden, dass es schon vor langer Zeit im allgemeinen Interesse stand, Sachverhalte vollumfänglich aufzuklären. Die Geschichte geht davon aus, dass Eugène Françoise Vidocq (1775-1857) als „Vater“ der modernen Kriminalistik angesehen wird und ihn als ersten Detektiven überhaupt beschreibt. 

In Paris organisierte Eugène Françoise Vidocq 1811 inoffiziell die „Brigade de la Sûreté“ (Sicherheitsbrigade). Im Jahre 1812, nachdem das Polizeiministerium den Wert von Zivilagenten erkannt hatte, wurde die „Brigade de la Sûreté“ offiziell dem Dach der Polizei unterstellt und Eugène Françoise Vidocq zu ihrem Chef ernannt. Am 17. Dezember 1813 unterschrieb Napoleon Bonaparte ein Dekret, das aus der Brigade dann eine staatliche Sicherheitspolizei machte. Eugène Françoise Vidocq bildete die Agenten persönlich aus. Am 20. Juni 1827 reichte Eugène Françoise Vidocq  seinen Rücktritt ein um sich anderen Aufgaben zu widmen. Seine Memoiren enthalten zahlreiche Geschichten darüber, wie Verbrecher überführt wurden; beispielsweise in der Funktion eines verlassenen Ehemannes, verkleidet als Bettler oder sogar mittels Simulation seines eigenen Todes.

Am 11. Mai 1857 verstarb Eugène Françoise Vidocq im Alter von 82 Jahren. Seine Leiche wurde in die Kirche Saint-Denys gebracht, wo auch der Trauergottesdienst stattfand. Es ist nicht bekannt, wo Eugène Françoise Vidocq begraben ist, weshalb sich darum einige Gerüchte ranken. Eines davon, das beispielsweise in der Biografie von John Philip Stead erwähnt wird, ist, dass sein Grab am Friedhof von Saint Mandé liegt. Dort befindet sich ein Grabstein mit der Aufschrift „Eugène Françoise Vidocq 18“. Laut Auskunft der Stadt ist dieses Grab jedoch auf Eugène Françoise Vidocqs letzte Ehefrau Fleuride-Albertine Maniez registriert.

Unter anderem schreibt man ihm als sein kriminalistisches Vermächtnis die Umgestaltung des Polizeiapparates, die Identifikation von Verbrechern wie auch von Experimenten im Glauben an die Wissenschaft. Diesbezüglich wird von vielen Rechtsmedizinern behauptet, dass Eugène Françoise Vidocq ein Vordenker moderner, kriminalistischer Analyseverfahren der heutigen Verbrechensbekämpfung und der Forensik ist. 

Moderne, kriminalistische Analyseverfahren finden nicht nur in der Rechtsmedizin und der forensischen Wissenschaft ihre Anwendung. Viele der daraus entwickelten Analysemethoden finden auch bei uns erfolgreichen Einsatz und führen zu unterschiedlichsten Fallaufklärungen. Wir sind überzeugt, dass heutzutage für erfolgreiche Fallabklärungen modernste und kriminalistische Hilfsmittel unabdingbar sind.